FAMILIENPSYCHOLOGIE

Beziehung stärken – Chancen sichern

DERZEIT IM AKKREDITIERUNGSPROZESS

Master Psychologie (M.Sc. Psychologie) mit dem Schwerpunkt Familienpsychologie

Familiäre Strukturen bilden das emotionale Fundament von Gesellschaften. Gerade dort, wo Unterstützung besonders nötig ist, treten häufig oft Überforderung, strukturelle Benachteiligung und psychosoziale Belastung auf. Wissenschaftliche Studien (z.B. PISA und IGLU) verdeutlichen: In Deutschland beeinflusst die soziale Herkunft maßgeblich den Bildungserfolg, die psychische und physische Gesundheit sowie die gesamte Lebensperspektive von Kindern. Auch der Familienreport 2024 (BMFSFJ) weist nach, dass viele Familien anhaltend Stress und Unsicherheit erleben. Zwei Drittel der Eltern wünschen sich fachkundige Unterstützung, doch es mangelt an qualifizierten Fachkräften, die psychosoziale Belastungen im Familiensystem frühzeitig erkennen und professionell begleiten können.

Familienpsychologie studieren nach anerkannten Standards

Der bestehende Handlungsbedarf ist eine Chance, etwas zu bewirken: Der Masterstudiengang Psychologie (M.Sc. Psychologie) mit dem Schwerpunkt Familienpsychologie bietet dafür die passende Qualifikation. Er richtet sich an Menschen, die Familien professionell begleiten und unterstützen möchten. Der staatlich anerkannte Master erfüllt die Standards der DGPs (Deutschen Gesellschaft für Psychologie) und bietet eine wissenschaftlich fundierte Vertiefung im Bereich Familienpsychologie. Als allgemeiner M.Sc. Psychologie qualifiziert er für familienbezogene Tätigkeitsfelder ebenso wie für viele andere psychologische Berufsfelder – inklusive Promotionsberechtigung.

Das System Familie verstehen, begleiten und fördern

Studierende lernen praxisnah und erhalten zugleich eine akademische Ausbildung mit hoher gesellschaftlicher Relevanz. Im Fokus stehen zentrale psychologische Prozesse des Denkens, Erlebens und Handelns und deren Bedeutung im Familiensystem. Im Masterstudium Familienpsychologie erwerben die Student:innen gezielt umfangreiche diagnostische und beratende Fähigkeiten, sowie Anwendungskompetenzen quantitativer und qualitativer Forschungsmethoden. So sind sie in der Lage, Familiensysteme mit psychologischer Expertise professionell zu begleiten und resiliente Entwicklungsbedingungen zu fördern – unabhängig von Herkunft oder Lebenslage. Zudem erlernen sie das Anfertigen von familienpsychologischen Gutachten, um ggfs. später freiberuflich als psychologische Gutachterin oder psychologischer Gutachter im Familienrecht zu arbeiten.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit für optimale Unterstützung

Das Studium bereitet bestens für ein hochrelevantes Berufsfeld vor. Das Thema Familie erfordert eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Fachkräften z.B. aus Pädagogik, Medizin und Sozialpädagogik. Absolvent:innen bringen hierbei vertiefte Kenntnisse zu mentalen, kognitiven und emotionalen Prozessen ein. Diese ergänzen die Expertise anderer Fachbereiche und ermöglichen eine optimale Unterstützung von Familien. Ein besonderes Merkmal des Studiengangs ist der Praxisbezug: In enger Kooperation mit dem MAPP-Empowerment lernen Studierende, wie evaluierte Präventionsprogramme professionell umgesetzt, angepasst und weiterentwickelt werden.

Praxisnah Lernen mit evaluierten Präventionsprogrammen

Das Projekt Eltern-AG bietet den Student:innen ein konkretes Anwendungsfeld. Es richtet sich an Familien in belastenden Lebenslagen, stärkt elterliche Kompetenzen, baut strukturelle Benachteiligungen ab und fördert stabile Eltern-Kind-Beziehungen. Die Prinzipien der Eltern-AG werden im Studium wissenschaftlich vertieft und auf weitere Praxisfelder übertragen – von der frühkindlichen Förderung über kommunale Präventionsnetzwerke bis hin zur systemischen Elternberatung. Dies ermöglicht es den angehenden Familienpsycholog:innen, eine umfassende und praxisorientierte Ausbildung zu absolvieren, die Wissenschaft mit beruflicher Relevanz vereint.

Systemische Weiterbildung integriert ins Studium

In Kooperation mit anerkannten systemischen Weiterbildungsinstituten (z.B. Praxis Institut Süd, Praxis Institut Nord, WISPO – Systemisches Zentrum) werden praxisnahe Fähigkeiten und Fertigkeiten in der Familien- und Paartherapie von systemisch ausgebildeten psychologischen Lehrtherapeuten innerhalb des Masterstudiengangs vermittelt. Diese therapeutisch orientierten Seminare können nach dem Studium für eine optionale postgraduale Weiterbildung in systemischer Beratung und Familientherapie in Absprache mit den jeweiligen Institutsleiter:innen mit bis zu 120 Unterrichtseinheiten angerechnet werden.

Beruflich Perspektive zur Förderung von Chancengerechtigkeit

Der Master Familienpsychologie eröffnet vielfältige berufliche Perspektiven, um mit psychologischer Fachkompetenz zur Stärkung von Familien und zur Förderung eines gesunden und selbstbestimmten Lebens beizutragen. Studierende erwerben eine praxisnahe akademische Qualifikation, um Familiensysteme zu verstehen, Veränderungsprozesse zu gestalten und psychosoziale Herausforderungen professionell zu begleiten. Als Familienpsycholog:in arbeiten sie z. B. in Erziehungs- und Familienberatungsstellen, bei Jugendämtern, in familiengerichtlichen Verfahren oder psychosozialen Diensten. Sie entwickeln und begleiten präventive Programme, fördern gelingende Elternkooperation (Co-Parenting) und beraten Familien in Übergangs- oder Krisensituationen. Ziel ist es, familiäre Beziehungen zu stabilisieren, Teilhabe zu ermöglichen und psychische Gesundheit zu fördern – unabhängig von Herkunft oder Lebenslage. Absolvent:innen unterstützen Familien systemisch und leisten so einen unverzichtbaren Beitrag zur Chancengerechtigkeit. Da es sich um einen allgemeinen Master of Science in Psychologie handelt, der die Standards der DGPs (Deutsche Gesellschaft für Psychologie) erfüllt, erwerben die Student:innen eines vollwertigen Psychologie-Masters. Damit sind sie nicht nur für familienbezogene Berufsfelder qualifiziert, sondern ebenso für zahlreiche weitere psychologische Tätigkeitsbereiche. Zudem berechtigt der Abschluss zur Aufnahme eines Promotionsverfahrens.